Mich erwartete in Serwest fast so etwas wie Heimat. Das Dorffest erinnerte mich in ganz vielem an die Erntefeste in meinem Heimatdorf Ruhlsdorf. Es wurde gesungen, getrödelt, gequatscht, gegessen, getrunken und am Abend sicher noch getanzt, aber da war ich schon nicht mehr vor Ort …. Die Landfrauen sind vor Ort die Macherinnen. Beeindruckende Frauenpower pur…
Serwest ist erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1258 unter anderem zusammen mit Brodowin und Chorin in einer Schenkungsurkunde des Markgrafen von Brandenburg an das Kloster Lehnin, in der diesem Kloster das Dorf unter der Bedingung geschenkt wurde, auf dem Pehlitzwerder bei Brodowin das Kloster Mariensee zu errichten. Mit dem Bau wurde begonnen, jedoch 1273 abgebrochen, das Kloster wurde daraufhin etwas weiter südwestlich errichtet, das heutige Kloster Chorin. Der Ortsname lautete damals Seruetiz, stammt aus dem Sorbischen und ist nach einem Mann mit dem Namen Tschirwota benannt, vermutlich einem ehemaligen Ortsbesitzer.